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Sehenswürdigkeiten

Über Solčava erhebt sich die schlanke Kirche Maria Schnee, die als einzige vollständig erhaltene gotische Kirche im Oberen Savinja-Tal gilt. Sie wurde 1461 bis 1485 erbaut, die Sakristei und die Südwand des Schiffs stammen vermutlich noch aus romanischer Zeit.

Die Kirche birgt einen richtigen kleinen Schatz – eine steinerne spätgotische Plastik der sitzenden Maria mit Kind, die so genannte Maria von Solčava von 1250, die sich in der Attika des großen Altars befindet.

Wo sich heute das Tal Matkov kot befindet, war einst ein See. Daher wird dieser Ort noch heute „Jezera“ genannt. In diesem See lebte einst der große Lintver. Am See grasten häufig die Kühe des Bauern Žibot. Wenn das Vieh dem See zu nahe kam, trieb Lintver so starke Wellen ans Ufer, dass es in den See gespült wurde, wo Lintver es verschlang.

Im See fischten die Leute auch. Die Fischernetze wurden auf einem großen Felsen am See getrocknet, der deswegen heute noch „Ribiška peč“ (Ribča peč, Fischerfelsen) heißt. Auf diesen Felsen begann Lintver einzuhacken. Als die Menschen das hörten, stellten sie Wachen auf, die über das Hochwasser berichten sollten, damit sie sich retten konnten, wenn er den Felsen durchgehackt haben würde. Wachen wurden auf dem Košac, dem Čelo, dem Opresnikov hrib und dem Tolstovrška peč aufgestellt.

Als Lintver den Ribča peč durchgehackt hatte, gab es eine solche Überschwemmung, dass das Wasser bis zur Schwelle der Kirche in Solčava reichte. Das Wasser brachte unter anderem auch eine Wiege mit und ließ sie auf der Schwelle der Kirche stehen. In ihr lag ein Kind.

Als der See auslief, riss das Wasser auch Lintver mit fort und tötete ihn. Getötet wurde er von einer Lärche mit drei Wipfeln; nur eine solche Lärche kann Lintver töten. Seine Knochen und Kiefer fand man später auf den Äckern von Logar.

(Quelle: das Buch Jože Vršniks „Einfache Geschichten aus den Bergen von Solčavsko“)

Die Potočka zijalka im Berg Olševa ist die erste archäologisch erforschte Fundstätte aus der älteren Steinzeit (Paläolithikum) in Slowenien. Forscher haben darin zahlreiche Skelette von Höhlenbären und anderen Eiszeittieren gefunden. Vor 35.000 hat auch der Urmensch, genannt Cro-Magnon, seine Spuren in der Potočka zijalka hinterlassen. Hier wurde die älteste knöcherne Nadel gefunden, außerdem auch zahlreiches Werkzeug, Knochenspitzen, Knochenflöten, Farben aus Eisenerz (Ocker) und eine größere Anzahl an Feuerstellen. Neue Erkenntnisse zeigen, dass die Potočka zijalka eine Kultstätte der Cro-Magnon-Jäger war.

An der Straße vor dem Logartal ist in der Gaststätte und im Museum Firšt auch eine Dauerausstellung über die Potočka zijalka zu besichtigen. Von der Gaststätte und dem Museum Firšt führt der thematische Bärenweg zur archäologischen Fundstätte. Im Dorf Solčava können Sie sich in den Räumen des Pfarrhauses die thematische Höhlen- und Fossilienausstellung „Geschichten, in Stein geschrieben“ ansehen.

Weitere Informationen über die Höhlen in den Steiner Alpen und den Ost-Karawanken sind im Rahmen des Projekts Cavetours verfügbar.

Die Steiner Alpen sind eine Gebirgskette im Norden Sloweniens, die ihren slowenischen Namen, Kamniško-Savinjske Alpe, von der Stadt Kamnik und dem Fluss Savinja erhalten haben. Durch den Ostteil des Gebirges verläuft die Grenze zwischen dem slowenischen Kärnten und Gorenjska, gemeinsam mit den Karawanken bilden sie die Grenze zwischen Gesamtkärnten (dem slowenischen und dem österreichischen Teil) und Gorenjska. Auf dem Uršlja gora befindet sich das historische Dreiländereck zwischen den ehemaligen österreichisch-ungarischen Herzogtümern Kärnten, Krain und Steiermark.

Die Steiner Alpen sind geologisch sehr vielfältig, der Großteil der Oberfläche besteht aus Karbonatgesteinen (vor allem Kalk). Die Wälder in den Steiner Alpen bedecken fast zwei Drittel der Oberfläche, daher zählt die Landschaft zu den waldreichsten in Slowenien.

Der Matkov škaf im Matkov kot ist eine ganz eigene Natursehenswürdigkeit (auf einer Höhe von 1480 m). Es handelt sich hierbei um einen kraterähnlichen Schneekessel, in dem das Wasser im Frühling in einem sanften Wasserfall auf ein dickes Schneefeld fällt, das im Winter von Lawinen gefüllt wird, so dass im Schnee ein bottichartiges Loch ausgehöhlt wird.

Die Ausmaße des Kessels hängen von den Schneeverhältnissen ab, im Durchschnitt hat der Krater oben einen Durchmesser von 20 bis 30 m und verengt sich dann. Über die Wand oberhalb des Schneefelds fällt in ein paar Stufen ein etwa 40 m hoher langsamer Wasserfall, der vom Schmelzwasser gespeist wird, das unter dem Kar hervorkommt. Der Kessel hat Ringe – verschiedene Schneeschichten sind verschieden gefärbt und geben ihm sein charakteristisches Aussehen.

Neben dem markanten Landschaftsbild, dem prächtigen Ausblick und den wundervollen Wiesen zwischen den Bergriesen der Steiner Alpen ist der Rinka-Wasserfall der größte Star des Logartals. Er fällt über eine breite Wand und gilt mit seinen 90 m als der zweithöchste Wasserfall in Slowenien.

Er befindet sich im Trogschluss des Tals – vom Parkplatz am Ende der Asphaltstraße aus erreichen Sie ihn auf einem einfach markierten Weg in nur 15 Minuten. Das Wasser versickert bald hinter dem Wasserfall und kommt im unteren Teil des Tals an der Quelle der Črna wieder zum Vorschein. In der Wand beim Wasserfall befindet sich der Imbiss Orlovo gnezdo (Adlerhorst). Am Wasserfall vorbei führt der Bergwanderweg auf den Okrešelj zum Frischauf-Haus und weiter ins Hochgebirge.

Das Logartal ist eins der schönsten Alpentäler in Europa. Der Weg durch das Logartal ist ein naturwissenschaftlich-ethnografischer Weg, der durch wunderbare Eckchen der erhalten gebliebenen Natur und Kultur des Landschaftsparks Logartal führt. Dazu zählen unter anderem die Quelle der Savinja, mächtiges Felsgeschiebe, eine Förster- und Köhlerhütte, ein Hochsitz, ein riesiger Wacholder und zahlreiche andere, der Höhepunkt des Wegs ist beim Rinka-Wasserfall.

Etwa einen Kilometer hinter der Stelle, an der Sie das Logartal betreten, bemerken Sie auf der rechten Seite, bevor Sie die Brücke überqueren, hölzerne Wegweiser. Für den 7 Kilometer langen Weg benötigen Sie etwa 2 bis 2,5 Stunden (in eine Richtung). Sie können sich dem Weg an mehreren Stellen entlang des Tals anschließen und Ihren Ausflug so nach Wunsch verkürzen. Für eine genauere Erläuterung und mehr Informationen über die Sehenswürdigkeiten am Weg können Sie sich auch einen Führer mieten.

Auf Anregung der Bauern aus dem Logartal und Dr. Šumans fertigte der Architekt Jože Plečnik 1930 einen Entwurf für die Kapelle an. Plečniks Plan wurde allerdings nie umgesetzt, und die heutige Kapelle Christus König, die am Eingang zum Logartal steht, ist das Werk des Architekten Martin Golob, erbaut 1930 und 1931.

Im Glockenturm hängt eine Glocke aus Feinbronze, die 140 kg wiegt. Sie wurde 1668 in Klagenfurt gegossen und hing in der Burg der ehemaligen Grafen von Celje in Žovnek pri Braslovčah im Unteren Savinja-Tal. In der Kapelle wurde sie 1969 feierlich aufgehängt, dreihundert Jahre, nachdem sie gegossen wurde.

Das Solčavsko-Schaf gehört zu einer autochthonen slowenischen Rasse, die den Namen Jezersko-Solčavsko-Schaf trägt. Es ist meist hell gefärbt, ein paar sind auch dunkel, und um die Augen haben sie eine charakteristische Brille oder Träne.

In den Orten Jezersko und Solčava gab es in der Vergangenheit eine ausgezeichnet organisierte Massen-Schafzucht, die Rasse zeichnet sich durch ganzjährige Fruchtbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit an unsere Umwelt aus – ein starker Wuchs und feste, lange Beine ermöglichen es ihr, mit Leichtigkeit unsere steilen Gebirgsweiden zu überwinden, und dabei gilt ihre Wolle als außerordentlich hochwertig.

Im Center Rinka können Sie innovative Filz-Erzeugnisse aus der Wolle der autochthonen Schafrasse Jezersko-Solčavsko-Schaf kaufen, die von Frauen aus Solčava hergestellt werden, die, um den Menschen zu zeigen, dass Wolle ein außerordentlich angenehmes, interessantes und nützliches Material ist, das in keinem Haus fehlen darf, den Verein Bicka gegründet haben. Aus Wolle stellen sie Pantoffeln, Kopfbedeckungen, Schmuck, Spielzeug, Bildern, Kleidung, Mode-Accessoires, Teppiche u.Ä. her.

Hoch unterhalb der Wand des Olševa erstreckt sich der Ort Podolševa. Die Einheimischen nennen es Heilig-Geist, nach der Barockkirche Heilig-Geist, die dem Ort sein ganz eigenes Aussehen verleiht, und auf eine ganz besondere Weise prägt sie mit ihrem märchenhaften Landschaftsbild auch die Solčava-Panoramastraße.

Die jetzige Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, an der Stelle der vorherigen aus dem 15. Jahrhundert. In der Kirche sind ein gotischer Kelch und ein aus Eibenholz geschnitztes Relief der Heiligen Dreifaltigkeit erhalten, besonders interessant wegen des Heiligen Geistes, der als Jüngling mit der Erdkugel in den Händen und nicht in Form einer Taube dargestellt ist. In der Kirche befindet sich die älteste Glocke mit einer Aufschrift in uralten gotischen Majuskeln.

Die älteren Leute erzählten, dass sie einst an der Stelle, an der heute die Heilig-Geist-Kirche steht, weiße Steine gesehen hätten, die ganz ähnlich wie Tauben aussahen. Niemand maß dem eine besondere Bedeutung zu und die Steine verschwanden einfach. Dann tauchten sie jedoch auf dem Tovsti vrh auf, auf einem Bauernhof unterhalb des Raduha. Doch da ihnen dort niemand Aufmerksamkeit widmete, verschwanden sie auch von dort. Sie kehrten an den vorherigen Ort zurück. Diesmal sahen die Menschen darin bereits ein Zeichen und begannen, eine Kirche zu bauen. Da die Steine die Form von Tauben hatten, wurde die neue Kirche dem Heiligen Geist geweiht.

Im Alten Testament ist eine Taube mit einem Ölzweig das Symbol für Frieden. In der Erzählung von der Arche Noah lässt Noah eine Taube frei, was eine Versöhnung zwischen Gott und Mensch darstellt. Im Neuen Testament ist sie das Symbol des Heiligen Geistes.

(Quelle: das Buch Jože Vršniks „Einfache Geschichten aus den Bergen von Solčavsko“)

Das grundlegende existenzielle Charakteristikum dieser Gegend sind die Hochgebirgshöfe, die Geschichten über die Größe und Kernigkeit der Menschen von Solčavsko erzählen. Die Einheimischen leben hier schon von jeher im Einklang mit der Natur, die ihnen alles gibt, was sie zum Überleben brauchen, und auch heute beschäftigen sie sich hauptsächlich mit der Verarbeitung von Holz und Wolle und der Herstellung von Nahrungsmittelprodukten.

Die Menschen haben hier ihre Identität auch durch Geschichten, Märchen, die zu Legenden geworden sind, Tänze, Lieder und Musik aufrechterhalten – und ein bedeutender Teil der Tradition von Solčavsko ist die Zither, ein Instrument, dessen angenehmen Klang man noch heute auf vielen dieser Höfe hören kann.

In Solčavsko gibt es heute 50 aktive Bauernhöfe in Form von Blockfluren, davon beschäftigen sich 18 mit dem Tourismus und 26 mit ergänzenden Tätigkeiten. Ein Drittel der Bauernhöfe arbeitet ökologisch, die übrigen naturnah. Die Hälfte der Bauernhöfe liegt oberhalb von 1000 m, der Bukovc-Hof ist mit 1327 m über dem Meeresspiegel der höchstgelegene Hof in Slowenien. Hier auf den Höhen der einsamen Berghöfe von Solčavsko sind Ruhe und ein ursprüngliches Verhältnis zur Natur, zum Mitmenschen und zum Überwundenen zu Hause.

Die Bauernhöfe haben ganz besondere Namen, die über die Jahrhunderte erhalten geblieben sind: v Gradišu, pod Kočnem, na Matkovem, na Perkovem, na Žibovčem, v Covcu, na Šumečem, v Ložeku, na Pastirkovem, na Klemenčem, na Strevčovem, na Plodrovem, na Rogarjevem, v Potoku, pod Macesnom, v Podolševi, na Štiftarjevem, na Produ, v Robu, v Osojnici, v Bukovcu, pri Majdaču, na Ramšiji, v Podbregu, v Ivaniji, v Plesti und v Logu. Insgesamt sind heute in Solčavsko 50 traditionelle Bauernhöfe aktiv.

In Solčavsko findet jedes Jahr auch das Festival des Gebirgsholzes statt, das das Center Rinka, das Amt für Tourismus und nachhaltige Entwicklung von Solčavsko jedes Jahr Ende Mai zusammen mit den Einheimischen organisiert.

Das Festival bringt eine Reihe interessanter Veranstaltungen und eine andere Sichtweise auf das Gebirgsholz und den Wald mit sich. Durch Lehrspaziergänge lernen Sie die zahlreichen geheimen Rollen des Waldes kennen, machen an außergewöhnlichen Bäumen Halt und erkennen, dass die Holzproduktion nur eine der Rollen ist, der der nachhaltige, naturnahe slowenische Vielzweckwald erfüllt.

Auf der Internetseite von Solčavsko können Sie mehr über die Eigenschaften des Gebirgsholzes von Solčavsko sowie die Festivaltermine erfahren.

Das Macesnik-Gehöft besteht aus einem neuen Wohnhaus, einem Getreidespeicher, einem großen Wirtschaftsgebäude, zwei Kapellen und einem Kraftwerk, einst gab es hier auch noch ein altes Haus und ein Austragshäuschen. Die Hauptsehenswürdigkeit ist das große Wirtschaftsgebäude, das im Grunde aus zwei parallel errichteten Gebäuden besteht, die am Ende durch Söller verbunden sind – deshalb haben die Dächer die Form eines Vierecks, ähnlich wie bei einem Renaissanceschloss.

Im Gebäude gibt es eine Reihe technischer Sehenswürdigkeiten, die über ein Wasserrad und seinen „Transmissions“-Mechanismus ursprünglich von Wasser angetrieben wurden, jetzt mit Strom. Obwohl das Macesnik-Gehöft sein ursprüngliches Aussehen verändert hat, ist noch immer ein hoher Grad an Kultur- und Erinnerungswert erhalten geblieben.

Der Erdrutsch von Macesnik befindet sich in Solčava, am Fuß des Bergkamms Olševa, auf einer Höhe zwischen 800 und 1400 m über dem Meer, dicht unterhalb der Staatsgrenze zwischen Österreich und Slowenien. Die Länge des Erdrutsches wird auf 2400 m geschätzt, die Breite auf 80 m. Die Masse, die sich bewegt hat, hatte ein Volumen von über 2.000.000 m3, die Tiefe des Erdrutsches beträgt zwischen 6 und 30 m.